Trio wegen geplanter Sabotage für Russland vor Gericht

Einer der Angeklagten wird in den Verhandlungsaal im Oberlandesgericht München geführt.

Einer der Angeklagten wird in den Verhandlungsaal im Oberlandesgericht München geführt.

(Foto: dpa)

In München muss sich Dieter S. vor Gericht verantworten, weil er im Auftrag Russlands Anschläge auf militärisch genutzte Infrastruktur geplant haben soll. Zwei Helfer sind ebenfalls angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft S. zudem noch weitere Straftaten vor.

Vor dem Oberlandesgericht München hat ein Prozess gegen drei Männer begonnen, die in russischem Auftrag Sabotageakte in Deutschland geplant haben sollen. Der Hauptangeklagte Dieter S. soll mit einem russischen Agenten verabredet haben, Anschläge auf militärisch genutzte Infrastruktur zu begehen. Potenzielle Anschlagsziele wie einen Bahnhof und Einrichtungen der US-Armee in Bayern soll er bereits ausgekundschaftet haben. Die beiden anderen Angeklagten sollen ihm dabei geholfen haben.

Die geplanten Sabotageaktionen sollten der Anklage zufolge die militärische Unterstützung für die Ukraine unterminieren. S. wurde im April 2024 zusammen mit seinem mutmaßlichen Komplizen Alexander J. festgenommen. Alex D. heißt der dritte Angeklagte. Alle drei haben die deutsche und die russische Staatsbürgerschaft. Derzeit sitzt nur S. noch in Untersuchungshaft.

Die Bundesanwaltschaft wirft den drei Angeklagten vor, für einen russischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. S. werden darüber hinaus unter anderem Agententätigkeit zu Sabotagezwecken und die Verabredung zum Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie zur Brandstiftung vorgeworfen.

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